ARS MULTIPLICATA 14

Fayçal Baghriche | John Baldessari | Claudia Comte | Noa Gur | Jenny Holzer
Donald Judd | Sol LeWitt | Brice Marden | Nam June Paik | Sigmar Polke
Tobias Rehberger | Santiago Sierra | Simon Starling | Annelies Štrba

Kuratiert von Dr. Nina Koidl

Verlängert bis 24.1.2015
geöffnet n.V.

Die private Kunsthalle des Sammlers Roman Maria Koidl zeigt ab 10. Oktober 2014 eine Hommage an die demokratischste aller Kunstformen: das „Multiple“.

Ars Multiplicata 14 knüpft an die gleichnamige Ausstellung des Jahres 1968 an –„ars multiplicata“ – vervielfältigte Kunst seit 1945“ (Wallraf-Richartz-Museum Köln) – die einen Überblick über die damals junge Gattung des seriell hergestellten Kunstwerks bot. Ihr Spektrum reichte von klassischen Druckverfahren (Hoch-, Flach- und Tiefdruck) bis zu seriell hergestellten Auflagenobjekten (Multiples).

Fast 50 Jahre später sind im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit die Grenzen zwischen dem vervielfältigten Auflagenobjekt – dem „multiplen Original“ (René Block) – und der Original-Reproduktion fließend. In Zeiten der digitalen Revolution geht Ars Multiplicata 14 dieser Frage mit einer Vielfalt reproduktionsfähiger Techniken nach.

Grundlage der Ausstellung ist eine Auswahl von Werken aus den Sammlungen von Jörg Schellmann, München, und Roman Maria Koidl, Zürich, die Multiples und Editionen seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorstellt. Sie umfasst die klassischen reproduktionsfähigen Medien Druckgraphik (Brice Marden), Photographie (Annelies Štrba) und Objekt (Fayçal Baghriche). Hinzu treten Werke mit praktischer Anwendbarkeit (Simon Starling, Tobias Rehberger), Video (Noa Gur), Installation (Nam June Paik) sowie ein in situ-Auflagenwerk (Donald Judd), das mit der Industrie-Architektur der 20er Jahre der Kunsthalle verschmilzt.

Technische Innovation geht oft Hand-in-Hand mit ideologischen Ansprüchen. Drei Offsetdrucke von Sigmar Polke nach selbst abgezogenen Photos des Künstlers zählen zu den ältesten gezeigten Werken („Weekend I, II, III“, 1971/72). Polkes Wahl, die Edition im Offsetdruck-Verfahren zu produzieren, war ungewöhnlich zu einer Zeit, in der Offset noch nicht als druckgraphische Technik anerkannt war. Auch für Sol LeWitt, von dem zwei Papierfaltarbeiten (paperfolds) präsentiert werden, war die größere Verbreitungsmöglichkeit von Editionswerken ein wichtiger Punkt, der seinem Wunsch nach Demokratisierung und Öffnung des Kunstmarktes entsprach. Auflagenobjekte boten seit den 60er Jahren die „Möglichkeit, das Problem des ,Originals‘, die gesellschaftliche Stellung künstlerischer Arbeit oder das Verhältnis von Kunst und Ware zu diskutieren“ (Barbara Heinrich).

Die jüngste Künstlerin der Ausstellung, Claudia Comte, arbeitet neben ihrem bildhauerischen Werk mit verschiedenen Drucktechniken auf Papier. Comte knüpft mit ihrer Arbeitsweise an Tendenzen der 60er Jahre an, in denen das autonome Objekt und die von der Repräsentation unabhängige Form im Mittelpunkt standen. Bei Claudia Comte aus der Generation der „digital natives“ steht der Begriff Autonomie dabei zunehmend für eine vom Menschen abgewandte künstlerische Praxis.

Ars Multiplicata 14 zeigt die Vielfalt der Ausdrucksformen in der Editions- und Auflagenkunst. Die Werke in der Ausstellung umkreisen den Status des Originals und stellen diesen in Frage. Die Zuspitzung dieser Frage ist den Werken gemein, deren Status als Originalwerk des Künstlers nur durch das Zertifikat besiegelt wird.

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Neue Ausstellungsreihe:

24.9.2011 Roots & Echoes – Contemporary Nights mit Andy Hope 1930

Mit den KünstlerInnen: Andy Hope 1930 (früher Andreas Hofer),

Olaf Holzapfel, Gregor Hildebrandt, Tim Eitel, Ruprecht von Kaufmann,

Alicja Kwade, Thomas Rentmeister u.a.

Im September 2011 startet in der Kunsthalle Koidl die neue Ausstellungs- & Veranstaltungsreihe Roots & Echoes kuratiert von Christine Nippe. Sie gewährt ungewöhnliche Einblicke in die Inspirations- und Gedankenwelt von Künstlerinnen und Künstlern. Neben aktuellen Werken präsentiert der jeweilige Kunstschaffende in einer Einzelausstellung seine privaten Schätze. Die Kunsthalle Koidl zeigt ganz im Sinne ihres Konzepts die Sammelleidenschaft der Künstler rund um persönliche Dinge. Ob Plattensammlung oder Comicfiguren, Flohmarktfunde oder antiquarische Theaterbroschüren, die Inspirationsquellen sind sehr vielfältig und werden in einer Kabinettsituation dem Werk gegenübergestellt. Mit unseren Kooperationspartnern Meissener Porzellan und The Ritz-Carlton, Berlin wird ein ganz besonderer Abend entstehen. Jeder Gast hat die Möglichkeit, ein Multiple als Erinnerung an den Abend zu kaufen, um damit seine ganz persönliche Kunstsammlung zu erweitern. Diese streng limitierten Kunstwerke werden entweder von der Kunsthalle Koidl oder von Meissener Porzellan produziert. Die Kunsthalle Koidl freut sich, den Auftakt der Reihe mit Andy Hope 1930 zu machen. Mit seiner Sammlung aus Comicfiguren, -heften, Dinosauriern sowie Kunstkatalogen zum Suprematismus und Konstruktivismus eröffnet der Künstler einen einzigartigen Resonanzraum für sein künstlerisches Werk.

Außerdem freut sich die Kunsthalle Koidl, dass wir nun auch Teil des Portfolios von Museum & Location sind. Die Veranstaltungsagentur der Staatlichen Museen zu Berlin hat

die Kunsthalle aufgenommen! Nun können auch externe Veranstaltungen über Museum & Location bei uns gebucht werden.

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Künstlersammler: Mona Hatoum, Arturo Herrera und Karin Sander

kuratiert von Christine Nippe

29.4. – 12.6.2011

Wer weiß schon, dass auch Künstlerinnen und Künstler sammeln? Und wer hätte geahnt, dass viele Werke durch Tausch generiert wurden? Die Ausstellung Künstlersammler: Mona Hatoum, Arturo Herrera und Karin Sander zeigt ungewöhnliche Einblicke in die Sammlungsleidenschaften dieser drei Produzenten.  Sie beleuchtet das Sammeln aus einer ungewohnten Perspektive, nämlich der Kunstschaffenden. Wie ein Porträt zeigen die Sammlungen die Charakteristika und Werkverbindungen ihrer Besitzer. Es werden Kunstwerke u.a. von Thomas Ruff, Sophie Calle, Trisha Brown, Anselm Reyle und Raymond Pettibon gezeigt. Wunderbare Arbeiten also, die sonst niemand mehr so schnell zu Gesicht bekommen hätte.

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Kunstsammlung der Banque LBLux
eine weitere Buchempfehlung ..

«Gesammelt – Collectet»

Berlin 2010, Revolver VVV, 116 Seiten, 19 x 27,5 cm, zahlr. Abb., gebunden, Deutsch/Englisch

Eine Bestandsaufnahme der Kunstsammlung der Banque LBLux, einer Tochter der BayernLB in Luxemburg. Seit 1994 wird kontinuierlich zeitgenössische Kunst gesammelt. Die Zusammenschau der wichtigsten Positionen mit Einzelanalysen und die thematisch ausgerichtete Einführung eröffnet einen Einblick in die Sammlung, die ansonsten nur zu speziellen Anlässen zugänglich ist.

Künstler: Susanne Ackermann, Silvia Bächli, Roger Bertemes, Robert Brandy, Marcel Broodthaers, Johannes Brus, Jean-Luc Cornec, Hanne Darboven, Christoph Drexler, Jan Fabre, Günther Förg, Cordula Güdemann, Jörg Immendorff, Hubert Kiecol, Per Kirkeby, Imi Knoebel, Dieter Krieg, Julia Mangold, Albert Merz, Blinky Palermo, Panamarenko, Sarah Pelikan, A. R. Penck, Fernand Roda, Igor Sacharow-Ross, Juliao Sarmento, Lucien Wercollier.

http://www.revolver-publishing.com/

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The Art of Collecting

Book Review of „The Art of Collecting: An Intimate Tour Inside Private Art Collections, with Advice on Starting Your Own“ by Diane McManus Jensen

http://lindsaypollock.com/news/book-review-david-rockefellers-monets-and-other-art-of-collecting-nuggets/

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Werke aus der Sammlung Harald Falckenberg in der Villa Schöningen

Das Potsdamer Privatmuseum zeigt in der Ausstellung „Wahrheit ist Arbeit“ Werke von Werner Büttner, Georg Herold, Martin Kippenberger und Albert Oehlen aus der Sammlung Harald Falckenberg.

http://www.art-magazin.de/kunst/31410/villa_schoeningen_falckenberg_doepfner

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Millionaires buy more art than ever

Distrust of markets fuels growth in passion investments

By Charlotte Burns | Web only
Published online 6 Jul 10

LONDON. Millionaires are putting more money in art than ever before, according to a new report by Capgemini SA and Merrill Lynch & Co. The number of millionaires in the world grew by 17% last year and, with financial markets still in flux, art has emerged as the most popular category of „passion investment“ according to Capgemini’s Ileana van der Linde who managed the research. „There has been a real shift in psyche,“ said Van der Linde. „There is major distrust of financial markets and regulatory bodies, and people are looking to put their cash into tangible assets.The World Wealth Report 2010 surveyed 1,200 wealth managers who represent 150,00 clients across 71 countries, and found that the world’s wealthy dedicate around a third of their overall holdings to passion investments. Over a quarter of those surveyed, 29.8%, said art was the top choice of passion investment for financial gain, said Van der Linde.

Emerging markets have traditionally turned to art and other collectibles including gold and gems, said Van der Linde, citing the example of newly rich Chinese buying up historic items from their culture for investment and as a potential inflation hedge. What’s new, though, is that the trend is now gaining ground in more mature markets: 37.4% of European, and 31.1% of North American millionaires now view art as the most fruitful passion investment, according to the report. „This is a significant turning point in the perception of art as an asset class in western societies,“ said Michael Plummer of Artvest Partners.

So, what’s the likely effect on the art market? Of those surveyed, 90% were high net worth individuals who have investible assets worth between $1 to $5m, excluding their primary residence, according to Van Der Linde who said that „their investment would be felt at the lower price points?they’re not the people spending $20m on one work.“ But, art is the number one passion investment for the ultra-rich?those with wealth of $30 or more, who represent 1% of those surveyed. And, that 1% „holds 35% of the overall wealth,“ Van der Linde said.

However, the majority of those surveyed, 56%, said that the „opaque, unregulated and illiquid nature of the art market discouraged them from participating more fully“, and 63% said they would be more likely to invest if they had better access to expert advice.

A version of this article appeared in our July/August print edition of THE ART NEWSPAPER

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Kunstsammler Harald Falckenberg im Interview auf NDR Info

DER TALK Petra Lehnert im Gespräch mit Kunstsammler Harald Falckenberg auf NDR Info vom 24.Mai 2010

http://ndrinfo.de/media/audio35126.html

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Deutsche Welle-TV „typisch deutsch“ – Peter Raue über die Macht der Sammler u Museen

Sendung vom Sonntag, 30. Mai 2010 zum download unter http://www.dw-world.de/dw/0,,11935,00.html?id=11935

Moderator Hajo Schumacher begüßt Peter Raue, Anwalt und Kunstförderer

Peter Raue ist Deutschlands prominentester Advokat im Kulturbetrieb.

Der kunstsinnige Anwalt ist spezialisiert auf Urheber- und Presserecht.

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